Dienstag, 30. November 2010

gelesen #1

"Ich glaube, Tolerant hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun,

wozu auch das Wissen um die eigenen Schwächen gehört und

die Fehler, die man macht."


Im Buch geht es um das Reisen und nach der Lektüre sehe ich mich in vier meiner Meinungen bestärkt:


#1

Reisen am besten, wenn man jung ist.

#2

Asiatische Grossstädte sind Orte ohne Anziehungskraft auf mich.

# 3

Die Menschen, die man trifft, bestimmen die Reise.

# 4

Unverhofft kommt oft.


Gelesen habe ich: "In 80 Tagen um die Welt" von Helge Timmerberg (Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2009)

Sonntag, 28. November 2010

live und rest-zensiert

Eine Weltmacht auf der Rolltreppe abwärts. Und dank den modernen Massenmedien sind Alle live dabei. Die USA muss den nächsten (Tief-?) Schlag einstecken und während nicht nur Guido Westerwelle wahrscheinlich mit den Zähnen knirscht, aktualisiert sich das Trauerspiel mit Druck auf [F5].

Die Sensationsgeilheit ist auf dem Siedepunkt. Wenn man sich den „Trailer“ auf Spiegel-Online anschaut, war „seriöser“ Journalismus wohl selten reißender. Die Reaktionen weltweit bloggt Zeit-Online im Tickerformat. Nur auf den Seiten der Lokalzeitungen gewinnt auch diesen Sonntag König Fußball. Soweit ich geschaut habe, souverän mit 2:0.

Wenn ich weiter an die Funktionen von Medien, deren Janusköpfigkeit und die Rolle des Internets denke, fange ich noch das Lernen an. Aus diesem Grund und ohne tieferes Sendungsbewusstsein will ich hier nicht weiter den Kommunikator geben, sondern mache mir mir jetzt einen Tee, drücke nochmal auf „aktualisieren“ und genieße die Annehmlichkeiten des Rezipienten von heute.

ohne Mikrowelle

Milch

dampft im Topf und

kitzelt Erinnerungen aus der Nase.

Mama kocht Milch für Kaba.

In der alten Küche.

In dem kleinen, braunen Topf.

Jeden Morgen.

Danke Mama. Du bist die Beste.

Procrastinating

Ich koche Wasser, löffle etwas Cappuccino-Pulver in meine Tasse und reiße die Verpackung von feinstem Butterspekulatius auf. Der Wasserkocher klickt, ich gieße, rühre und trage schließlich alles zum Tisch. Stelle alles ab und räume dann noch mal um. Die Kekse links. Die Tasse rechts. Neben dem noch halbvollem Glas Orangensaft. I'm procrastinating.

Jetzt öffne ich sogar den Writer meines freien Office-Pakets und fange an diesen Text über meine Unlust, die Arbeit nicht anfangen zu wollen, zu schreiben. I'm procrastinating. Ich weiß nicht mal, wie ich das auf deutsch ausdrücken kann, aber da ich gerade eh nur Sachen anfange, die mich meinem Ziel nicht näher bringen wird das gleich mal gegoogelt.

„to procrastinate englisch deutsch.“ Der erste Link verrät mir: to procrastinate. Fett gedruckt. Und ohne typografische Auszeichnung darunter, zögern, zaudern, aufschieben, Zeit schinden, prokrastinieren, Dinge aufschieben, verschleppen. Jedem Wort gönnt der zuverlässige Online-Übersetzer eine eigene Zeile.

Jede einzelne Übersetzungsalternative ist weiter verlinkt, doch soweit treibt mich die Verzweiflung dann doch nicht.

Und jetzt? Entgegen dem, was ich gestern in mein Tage-, oder „Gedankenbuch“ geschrieben habe, werde ich als nächstes „Blog“ googeln, mich bei dem Anbieter meiner schlecht recherchierten Wahl anmelden und diesen Text als erstes Werk hochladen.

Ja, das sollte mich wieder eine halbe Stunde kosten und aus der Küche grinst schon Altglas und Spülkram.