Sonntag, 28. November 2010

Procrastinating

Ich koche Wasser, löffle etwas Cappuccino-Pulver in meine Tasse und reiße die Verpackung von feinstem Butterspekulatius auf. Der Wasserkocher klickt, ich gieße, rühre und trage schließlich alles zum Tisch. Stelle alles ab und räume dann noch mal um. Die Kekse links. Die Tasse rechts. Neben dem noch halbvollem Glas Orangensaft. I'm procrastinating.

Jetzt öffne ich sogar den Writer meines freien Office-Pakets und fange an diesen Text über meine Unlust, die Arbeit nicht anfangen zu wollen, zu schreiben. I'm procrastinating. Ich weiß nicht mal, wie ich das auf deutsch ausdrücken kann, aber da ich gerade eh nur Sachen anfange, die mich meinem Ziel nicht näher bringen wird das gleich mal gegoogelt.

„to procrastinate englisch deutsch.“ Der erste Link verrät mir: to procrastinate. Fett gedruckt. Und ohne typografische Auszeichnung darunter, zögern, zaudern, aufschieben, Zeit schinden, prokrastinieren, Dinge aufschieben, verschleppen. Jedem Wort gönnt der zuverlässige Online-Übersetzer eine eigene Zeile.

Jede einzelne Übersetzungsalternative ist weiter verlinkt, doch soweit treibt mich die Verzweiflung dann doch nicht.

Und jetzt? Entgegen dem, was ich gestern in mein Tage-, oder „Gedankenbuch“ geschrieben habe, werde ich als nächstes „Blog“ googeln, mich bei dem Anbieter meiner schlecht recherchierten Wahl anmelden und diesen Text als erstes Werk hochladen.

Ja, das sollte mich wieder eine halbe Stunde kosten und aus der Küche grinst schon Altglas und Spülkram.

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