Dienstag, 21. Dezember 2010

gelesen #4

Was man schon munkeln hörte, wurde wahr: Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verkauft die Main-Post. Man liest im Internet vom Zeitungsverkauf, doch im Interview zum Deal gibt es lobende Worte für die Arbeit am Main.

Passend dazu habe ich gestern Abend in DIE ZEIT einen Rückblick auf die Tiefpunkte des Journalismus 2010 gelesen. "Was ist bloß mit uns los?" fragt hier die Überschrift, doch im Resümee ist man sich wieder sicher, dass "die Prognosen vom baldigen Absterben des gedruckten Journalismus nicht [eingetreten sind], und es spricht wenig dafür, dass sich das in absehbarer Zeit ändert."

Stefan und Stuttgart ist diese "generell [verändernte] Medienlandschaft" natürlich auch aufgefallen. Entschieden wurde dort allerdings, sich "auf die Bereiche Bildung und Wissenschaft, den Buchbereich und das Internetgeschäft zu fokussieren".

Zum Zeitungszukunftzweifeln fällt auch der Wiederbelebungsversuch der Welt Kompakt ein. Diese Maßnahme hat Christian Schwarm, Geschäftsführer bei "dorten", letzten Monat in der Universität Leipzig genutzt, um seine Gastvorlesung zu eröffnen und seine "Ideen-Agentur" vorzustellen.

Was bleibt ist wenig Neues. Kurven, die fallen, doch in Zeitungshäusern weiterhin in die Horizontale geredet werden. Ich bin gespannt, welches Bild sich Ende nächsten Jahres bietet, wenn ich die Zeitung aufschlage.

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