Wir sitzen auf einer Terasse. Wir sind knapp 20 Menschen. Da sitzen alte Freunde neben Menschen, die ich im wahren Leben erst noch kennen lernen darf. Wir essen und trinken, reden und lachen. Es ist ein lauer Abend und der leichte Wind untermalt die entspannte Runde mit einem frischen Akzent von Frühling und Freiheit.
Wir sprechen über Kunst und Politik. Wir formen Ideen. Sie sind konkret und greifbar, weich und modellierbar, wie das flüssige Wachs der Kerzen. Ich selbst höre gefesselt zu, bin begeistert von der Klarkheit der Gedanken, doch mein Ich im Traum ist mit der Gruppe vertraut, nimmt Teil und geht darin auf. Es hängt ein Band von Einigkeit und Gemeinschaftlichkeit über dieser Gruppe, das ich mit konzentrierten Worten nicht fassen kann.
Mein Kopf fällt in den Nacken. Ich kämpfe dagegen an, doch schaffe es nicht. Ich schaue in den klaren Nachthimmel und sehe Sterne, die lustvoll das tiefe Schwarz der Nacht durchbrechen. Keine anderen Lichter können uns gerade nahe sein. Dieser Himmel malt das Ideal einer Nacht perfekt.
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Auf dem Tisch dampft frischer Kaffee und Tee über die Ränder ihrer Tassen. Das Brot ist so frisch und warm, dass die Luft darüber nur zitternd aufsteigen kann, als ob sie dieser Szene länger beiwohnen will. Gläser mit selbstgemachter Marmelade und goldenem Honig. Doch nichts macht diese Szene so perfekt, wie das rötliche Sonnenlicht, das auf den Tisch fällt und zwischen den Schatten der Gläser und Tassen das alte Holz in seinem vollen Charakter scheinen lässt. Das warme Licht verbreitet die Ahnung, dass ein einzigartiger Tag bevorsteht und wir nur an dessen Anfang stehen.
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Holz hacken, Bäume stutzen, Erde pflügen. Wir arbeiten direkt für unsere eigene Lebensqualität. Das Holz wird den Ofen füllen, der knackend und zischend, die beste aller Wärmen spendet. Von den Bäumen werden im Herbst rote Äpfel strahlen. Die Beete bringen alle Sorten von Gemüse, sogar für den Winter. Die körperliche Arbeit fühlt sich gut an. Mit dem Schweiß kommt Befriedigung. Nach einiger Zeit beschleicht mich jedoch ein ungutes Gefühl. Ein Gefühl, das nicht zu der Stimmung von letzter Nacht passt. Ich fühle mich an die Romantisierung des Ländlichen und Mittelalterlichen in der Endphase der Industriellen Revolution erinnert. Auf der Flucht vor der uniformen Industrie- und Massengesellschaft in die Vergangenheit rennend und mit einer Sense sich selbst von den letzten Jahrzenten trennen. Doch wenn ich in die Gesichter hier schaue, sehe ich keine Bauern und keine Hippies, sondern aufgeklärte und selbstbewusste Menschen.
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Ich sitze mit vier Anderen um einen runden Tisch. Wir haben nichts vergessen oder verdrängt. Mussten nie flüchten, aber neue, unbekannte Wege gehen. Es ist heute oder morgen oder 2013. Kreatives Knistern, Bewegungen und Gedankenlinien in einem klaren und geraden Fluss. Man spürt die gegenseitige Vertrautheit, die keine Hierarchie duldet. Alles passt zusammen, wir müssen es nur lesen und festhalten.
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Zuletzt stehe ich über dem gesamten Szenario. Ein Wohnhaus, eine Art Büro oder Atelier. Ein großer Garten. Eine Wiese mit hochgewachsenen Bäumen. Da ist Bewegung. Kreativität. Muse. Ausgleich und Gleichheit. Freiheit. Gedanken. Ideen. Etwas Abstraktes, das uns noch unbekannt ist und ungreifbar scheint.
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Mit einem Stück Kohle in der Hand stehe ich vor einer endlos langen, weißen Tafel und schreibe Wörter, die ich nicht lesen kann...
Habe ich meine Augen offen, fällt mir das Nachzeichnen der Idee schwer. Aber ich bin froh, dass es sie gibt.
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